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Ernte und Verarbeitung
Es waren die Ureinwohner, die den Siedlern beibrachten, dass man aus den feinen Zweigen einer ginsterartigen Pflanze einen aromatischen Tee herstellen kann. Triebe der wild wachsenden Sträucher wurden zerhackt, zerquetscht und mit Wasser beträufelt, um eine Fermentation anzuregen. Später trocknete dann die Sonne den Tee. Heute wird dieser Prozess noch immer durchgeführt - allerdings können die heutigen Rooibos-Mengen nur mit dem Einsatz von Maschinen bewältigt werden.
Die Verarbeitung im Einzelnen
Nach der Anpflanzung benötigen die Pflanzen zwei Jahre bis zur ersten Ernte. Die Ernte der Rooiboszweige erfolgt in der Wachstumsruhephase des Strauches vom Sommer bis zum Frühherbst. Zum Einsatz kommen Maschinen oder es wird von Hand mit der Sichel geerntet. Die Zweige werden nach dem Schneiden gebündelt, geschnitten und schließlich gequetscht und mit Wasser befeuchtet.
Begünstigt durch das warme Klima überlässt man nun das Ganze einer 8-24-stündigen Fermentation. Bei diesem Prozess, den man als eine Art Oxidation bezeichnen kann, werden Inhaltsstoffe zum Teil zersetzt und zum Teil neu gebildet. Der Rooibostee erhält dadurch seine rotbraune Farbe und sein fruchtiges Aroma. Nach der Lufttrocknung wird der rötliche Tee mittels Sieben gereinigt, mit Wasserdampf pasteurisiert und nach der Sortierung schließlich in Teebeutel abgefüllt.
Wie wird Rooibostee rot?
Bei der mehrstündigen oben beschriebenen Fermentation laufen natürliche chemische Prozesse ab und ergeben den fruchtigen, an Vanille erinnernden Geschmack. Darüber hinaus erhalten die Teeblätter dabei auch die kupferrote Farbe, die dem Tee seinen Namen gegeben hat.
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