Teeinhaltsstoffe und Alzheimer Demenz*
Eine Studie der Universität Newcastle, Großbritannien, deutet darauf hin, dass Tee auch eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung und Behandlung von Demenz bzw. der Alzheimerkrankheit spielen könnte.

Einer Untersuchung zufolge hat der Konsum von Grünem und Schwarzem Tee möglicherweise positive Auswirkungen auf bestimmte Botenstoffe im Gehirn.

Bei den Demenzen kommt es durch nicht geklärte Ursachen zur Störung des Stoffwechsels im Gehirn und zum irreversiblen Untergang von Gehirnzellen. Bei der Demenz vom Alzheimer Typ ist zusätzlich eine Schrumpfung des Hirngewebes festzustellen. Außerdem finden sich in der Hirnrinde und in manchen tieferen Hirnstrukturen sogenannte Plaques – das sind fleckförmige Ablagerungen eines Eiweißes, die zwischen den Nervenzellen des Gehirns liegen. Diese Amyloidplaques behindern den Zellstoffwechsel und führen zum Untergang der Nervenzellen.

Mit der Abnahme funktionstüchtiger Zellen im Hirngewebe verringert sich auch die Menge bestimmter chemischer Substanzen im Gehirn: Dabei handelt es sich zum einen um das Acetylcholin – einen sogenannten Neurotransmitter (Botenstoff), der Informationen zwischen den Hirnzellen übermitteln kann – und zum anderen um Enzyme, die diese Botenstoffe auf- und abbauen. Gegenwärtig eingesetzte Medikamente für die symptomatische Behandlung der Demenz zielen darauf ab, den vorliegenden Acetylcholinmangel durch die Hemmung der Acetylcholinesterase (AChE), einem Enzym, welches den Neurotransmitter Acetylcholin spaltet, zu beheben. Hierdurch lässt sich der Spiegel des Neurotransmitters Acetylcholin erhöhen und ein positiver Effekt auf die kognitiven Fähigkeiten erzielen.

Die Studie weist darauf hin, dass Tee offensichtlich auch das Potenzial hat, die cholinergische Funktion im Gehirn zu verbessern und deshalb möglicherweise bei der Verbesserung des Acetylcholin-Status bei der Alzheimerkrankheit und anderen altersabhängigen Gedächtnis-Störungen eine Rolle spielen kann. Das gilt sowohl für Schwarzen als auch für Grünen Tee, wobei letzterer noch einen stärkeren hemmenden Effekt auf den Acetylcholinabbau zeigte.

Lesen Sie weitere interessante Informationen zum Thema Tee und Gesundheit:

>> Flüssigkeitszufuhr

>> Multiple Sklerose

>> Herz und Kreislauf

>> Krebs-Erkrankungen

>> Hautschutz

>> Tee-Forschung

>> Kariesschutz

>> Tee-Therapie (Heilungsgeschichte)

* Quelle: deutscher Teeverband, www.teeverband.de, Wissenschaftlicher Informationsdienst, Herausgeber: Deutsches Teeinstitut, Hamburg Gesundheitsfördernde Wirkungen von Tee (Camellia sinenis) ein Überblick, Dr. oec. troph. Eva-Maria Schröder, Ernährungsbertungs-Service, Tutzing