Teekonsum und Krebs*
Es zeigt sich auch eine gesundheitsförderliche Wirkung des Tees im Zusammenhang mit Krebserkrankungen. Die Polyphenole in Grünem und Schwarzem Tee haben eine anticancerogene Wirkung und scheinen so in gewisser Weise vor Krebs schützen zu können.

Grüner und Schwarzer Tee waren in den letzten Jahren Gegenstand zahlreicher Untersuchungen zur Prävention von Krebskrankheiten. Tee und seine Inhaltsstoffe zeigten sich in zahlreichen Versuchen als sehr effektiv bei der Hemmung von Tumoren.

So fand man heraus, dass Tee nicht nur vorbeugend wirkt, sondern auch noch nach dem Auftreten von Tumoren schützt. Frauen, die täglich weniger als 5 Tassen Tee tranken, wiesen zum Beispiel innerhalb von 7 Jahren nach der Diagnose Brustkrebs im Stadium 1–2 und nachfolgender Behandlung eine Rückfallquote von 24,3 Prozent auf. Bei Frauen, die täglich mehr als 5 Tassen Tee tranken, sank die Rückfallquote auf 16,7 Prozent. Eine 1986 begonnene Studie mit rund 8500 Menschen in Japan ergab, dass bei Genuss von mehr als 10 Tassen Tee pro Tag das Krebsrisiko deutlich niedriger war. Das Auftreten von Tumoren war um 3 bzw. 6 Jahre hinausgezögert. Weitere Forschungsergebnisse lassen auch einen schützenden Effekt von Teekonsum bei Eierstock-, Magen- und Darmkrebs vermuten.

In Tierversuchen konnte zudem nachgewiesen werden, dass Tee vor experimentell ausgelösten Tumoren an verschiedenen Organen (Haut, Lunge, Brust, Dünndarm, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse, Darm und Leber) schützt.

Auch wenn noch nicht alle Untersuchungen durch klinische Studien belegt wurden, kann Tee mit großer Wahrscheinlichkeit zu den krebsvorbeugenden Substanzen gerechnet werden. Die zugrundeliegenden Wirkmechanismen sind vielfältig:

  • antioxidative Wirkung
  • Hemmung cancerogenaktivierender Enzyme
  • Abfangen reaktiver Zwischenstufen cancerogener Substanzen
  • Hemmung der Nitrosierung
  • Hemmung eiweißabbauender Enzyme

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* Quelle: deutscher Teeverband, www.teeverband.de, Wissenschaftlicher Informationsdienst, Herausgeber: Deutsches Teeinstitut, Hamburg Gesundheitsfördernde Wirkungen von Tee (Camellia sinenis) ein Überblick, Dr. oec. troph. Eva-Maria Schröder, Ernährungsbertungs-Service, Tutzing