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- Die Stadt Leer
Das Engagement der Reeder und Kaufmannschaft ist in Leer immer rege gewesen. Wer es in Leer zu etwas gebracht hatte, setzte sich auch für dessen Belange ein. So schlossen sich um 1800 Leeraner Kaufleute zusammen und beantragten das Stadtrecht, das aber erst 1823 verliehen wurde. In der Folgezeit gehörte auch für die Familien Bünting und später Klopp das Wirken zum Wohle der Stadt Leer zum festen Bestandteil ihres unternehmerischen Handelns.
Um 1800 hemmten noch viele Hindernisse einen freien Handel. So existierte beispielsweise kein Recht auf freie Gewerbewahl. Es gab keine einheitlichen Gewichte. Man sprach in Leer mindestens drei Sprachen. Niederländisch war lange Jahre Amtssprache. Friedrich der Große setzte Hochdeutsch als zweite Amtssprache durch. Allgegenwärtig war das ostfriesische Platt in seinen verschiedenen Ausprägungen. Im Umland und Stadt existierte eine Unzahl von nebeneinander gültigen Währungen: vom Stüber bis zu verschieden wertigen Gulden.
Mit dem Verlust des jahrhundertealten Emder Stapelrechtes, das sämtlichen Warenstrom bis dahin in dessen Mauern gelenkt hatte, verlor das mächtige Emden an Bedeutung. Der Leeraner Hafen erlebte dadurch einen wirtschaftlichen Aufschwung. Der Handel war eine feste Größe, der das wirtschaftliche Leben in Leer entscheidend prägte.



