Fünf Monate, nachdem Johann Bünting zum 1. Mai 1806 sein Geschäft übernommen hatte, veränderte sich die politische Landkarte. Preußen wurde in der Schlacht von Jena und Auerstedt von Napoleon geschlagen. Ostfriesland fiel an das neue Königreich Holland, einem Satellitenstaat des napoleonischen Reiches. Es folgte Unterdrückung und scharfe Reglementierung.

Es hat aber den Anschein, als wären die Geschäfte des jungen Kolonialwarenhändlers und Tabakfabrikanten Johann Bünting trotz der Reglementierung durch die französische Besatzungsmacht recht gut gegangen.

Am 20. August 1807 heiratet er Eta, die Tochter des angesehenen Leeraner Bürgers und „Blaufärbers“ Wilko (Wilke) Klopp mit der er elf Kinder haben wird.

Trotz des familiären Glücks waren die Zeiten für Geschäfte mühselig. Mit der von Napoleon verkündeten „Kontinentalsperre“ gegen England war praktisch sämtlicher Schiffsverkehr an der Nordseeküste zum Erliegen gekommen. Möglich ist, dass Johann Bünting Anteile an einem Blockadebrecherschiff besaß. Jedenfalls geriet er mit der französischen Obrigkeit aneinander und soll 1811 nach Groningen und 1813 nach Frankreich gebracht und inhaftiert worden sein. In diesem Jahr entspannte sich dann jedoch die politische Lage durch die Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig

1813 verfügte Johann Bünting bereits über soviel Geldmittel, dass er am 23. Juni 1813 das Geschäftshaus Brunnenstraße 37 samt Laden und Garten für 8.000 Gulden bar kaufen konnte. 1815 wird der Wert des Büntingschen Unternehmens auf  32.000 holländische Gulden festgesetzt. Hinzu kommen Beteiligungen an den Handelsschiffen „Trition“ und „Blücher von Wahlstatt“. Bünting besitzt Aktien der örtlichen Heringsfischerei und der Leeraner Versicherung „Assekuranz Compagnie“.

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