Wenn Kaffee das Hauptgetränk der Deutschen ist, dann ist der Tee dies für die Chinesen. Kein anderes Getränk, egal ob heiß oder kalt, wird hier mehr getrunken. Die chinesische Teekultur bildete sich aus einer Jahrhunderte alten Tradition des Teeanbaus und des damit verbundenen Konsums. – Über die Jahrhunderte entwickelten sich mehrere Arten von Teezeremonien, abhängig von Region und Wahl der Teesorten. Die bekannteste stellen wir Ihnen hier vor:

Gongfu Cha

Wie die meisten Teezeremonien des Reichs der aufgehenden Sonne ist „Gongfu Cha“ nicht ganz so stark verfeinert und perfektioniert wie die japanischen Teezeremonien. Dafür ist sie stärker in der gesamten Kultur und Bevölkerung Chinas verwurzelt. „Gogfu Cha“ definiert sich durch die unterschiedlichen Aufgüsse des Tees:

 

„Aufguss des guten Geruchs“
Der erste Aufguss in der Kanne zielt nur darauf ab, die Blätter zu öffnen und die Bitterkeit zu mildern. Nach dem Aufguss wird der entstandene Tee direkt in die Trinkschalen der Gäste abgegossen, jedoch nicht getrunken. Wie der Name schon andeutet, dient der erste Aufguss lediglich als Genuss für die Nase und Einstimmung auf den eigentlichen Tee-Genuss.

 

„Aufguss des guten Geschmacks“
Die zuvor gefüllten Schalen, werden wieder entleert und mit dem Tee des zweiten Aufgusses gefüllt. Dies geschieht schichtweise damit jeder Gast die gleiche Teequalität erhält. Der „Aufguss des guten Geschmacks“ wird mit den selben Teeblättern mehrfach wiederholt.

 

„Aufgüsse der langen Freundschaft“
Bei einer sehr hohen Teequalität werden die Aufgüsse bis zu 15 mal wiederholt. Dieser Prozess des gemeinsamen Tee-Genusses steht sinnbildlich für lange Freundschaft. Dabei wird großer Wert darauf gelegt, dass der Tee bei jedem Aufguss zehn Sekunden länger zieht als zuvor. So erreicht man eine Vielfalt unterschiedlicher Geschmacksnoten.


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