Im Nordwesten Afrikas ist es üblich, den Tee in einer liegenden Position zu sich zu nehmen. Egal ob im Zelt, im Privathaus, an Hauptverkehrsstraßen oder öffentlichen Rastplätzen: Die Gesellschaft lagert in einer seitlichen Liegeposition auf Teppichen oder dünnen Schaumstoffmatratzen. Für etwas mehr Komfort wird dabei oft ein unter den Ellbogen geschobenes Armlehnkissen (Surmije) zu Hilfe genommen.

Die eigentliche Teezeremonie beginnt mit dem Aufgießen der Teeblätter mit heißem Wasser. Dieser erste Aufguss lässt die gerollten Blätter leicht aufquellen und befreit sie von Staub. Direkt darauf wird die Kanne geleert und neu mit heißem Wasser und Zucker gefüllt. Etwa 60 Sekunden später werden einige Gläser mit dem entstandenen Tee gefüllt und für einen späteren zweiten Durchgang beiseite gestellt. Der Tee in der Kanne wird daraufhin weiter mit Zucker gesüßt und je nach Belieben mit frischen Blättern der Nanaminze versetzt.

Nun folgt die wesentliche Prozedur der maghrebinischen Teezeremonie: Der Tee wird wieder und wieder aus größtmöglicher Höhe eingegossen, um anschließend in die Kanne zurückgeführt zu werden. Das Ziel des Verfahrens ist, den Tee mit einer hohen Schaumschicht zu beleben. Bei jedem Schritt dieses Ablaufs wird der Geschmack erprobt und je nach Bedarf nachträglich gesüßt. Wenn der Tee dem Geschmack der Gäste entspricht, werden ihre Gläser ca. 3 Zentimeter hoch mit Tee gefüllt. Darüber ruht eine ebenso hohe Schaumkrone.

Für die zweite Runde wird der zuvor reservierte Tee zurück in die Kanne gegossen und nochmals aufgekocht. Dem Ausschenken kann jetzt weniger Aufmerksamkeit zuteil werden, da der Schaum erhalten bleibt. In der dritten Runde ist der „thé mauritanien“ dünn und bitter.


Ostfriesische Teezeremonie


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