Die Grundelemente des Teegenusses – die Teeblätter und das Aufgießen mit kochendem Wasser – sind bis heute die gleichen geblieben. Das Aufbrühen ist der Moment, in dem die Wirkkräfte wieder lebendig werden, die in den Teeblättern ruhen: Die sanfte Kraft der Aromastoffe, die belebende Wirkung des Koffeins und der beruhigende Einfluss der Gerbstoffe. Wer die verschiedenen Stoffe kennt, die in ihrem Zusammenspiel die Wirkung des Tees ergeben, kann diese ganz individuell und nach eigenem Geschmack für sich nutzen. Hier finden Sie einige Hinweise, die Ihnen die Feinheiten des Aufbrühens nahe bringen und für den schwarzen wie den grünen Tee gelten.

 

Teeblätter wollen schwimmen

Beim Aufbrühen erreichen die Teeblätter etwa ein Dreiviertel ihrer ursprünglichen Größe als frisches Blatt. Sie brauchen also Platz, um ihr Aroma entfalten zu können. Teeblätter lieben es nicht, in ein Tee-Ei oder einen Aufbrühlöffel eingesperrt zu werden.

 

Das Aufbrühen und die Bequemlichkeit

Teeliebhaber empfehlen die Verwendung von zwei Teekannen, um den fertigen Tee von den Teeblättern zu trennen. Die eine Kanne dient zum Aufbrühen. Danach wird der fertige Tee umgerührt und in eine zweite Kanne umgefüllt. Wem das zu umständlich ist, der verwendet z.B. einen Papierteefilter, der nach dem Ziehen mitsamt den Teeblättern herausgenommen wird.

Die Ziehzeit steuert die Wirkung des Tees

Es sind vor allem zwei Inhaltsstoffe, von denen die Wirkung des Tees ausgeht: Das anregende Koffein und die beruhigenden Gerbstoffe. Da sich das Koffein beim Aufbrühen schneller aus den Teeblättern löst als die Gerbstoffe, dominiert bei kurzer Ziehzeit die anregende, und erst bei längerem Ziehen die beruhigende Wirkung des Tees. Wenn Ihr Tee anregend sein soll, dann lassen Sie ihn nicht länger als drei Minuten ziehen. Soll er eher beruhigend wirken, geben Sie den Teeblättern fünf bis sechs Minuten Zeit. Die Stärke des Tees hängt nicht allein von der Ziehzeit, sondern hauptsächlich von der Dosierung ab. Wollen Sie Ihren Tee stark und anregend, nehmen Sie einfach mehr Tee und lassen ihn kürzer ziehen.

Feine Unterschiede beim heißen Teewasser

Schwarzer und grüner Tee stammen zwar von den Blättern des gleichen Teestrauches, aber die in ihnen ruhenden Wirkkräfte geben die beiden Teearten bei unterschiedlich heißem Wasser frei. Der schwarze Tee braucht dafür eine etwas höhere Wassertemperatur als der grüne Tee, der nicht fermentiert wurde. Schwarzen Tee sollten Sie aufbrühen, sobald das erhitzte Wasser gerade zu sprudeln beginnt. Denn kochendes Wasser verliert schnell seine Frische. Bei grünem Tee lassen Sie das Wasser nach dem Erhitzen wieder auf 60 bis 75 Grad abkühlen, bevor Sie den Tee aufgießen. Dabei gilt die Grundregel, je feiner der grüne Tee, desto niedriger die Wassertemperatur und desto länger die Ziehzeit. Gleiches gilt uneingeschränkt für den weißen Tee.



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