Haben Ostfriesen jeden Tag was zu feiern?

Schon das Wort Teezeremonie sagt viel über den besonderen Stellenwert des Teetrinkens in Ostfriesland aus. Es stammt vom Lateinischen „caeremonia“ ab, was so viel bedeutet wie „Feier“ oder „feierlicher Akt“.

Zur täglichen Teetied, der ostfriesischen Teezeit, gehören besondere Zutaten, das richtige Geschirr, eine seit vielen Jahrzehnten überlieferte Zeremonie sowie viel Ruhe und Gemütlichkeit.

Willkommen in Ostfriesland:

Die Stationen der Teezeremonie

Vor dem Eingießen des Tees legt man einen Kluntje (Kandis) in die Tasse, die danach höchstens zu drei Viertel gefüllt wird. Hierbei beginnt der Kluntje zu knistern.

Nun wird mit einem ostfriesischen Sahnelöffel ein Tropfen Sahne hinzugefügt. Sie wird vorsichtig am Rand der Tasse aufgelegt, so dass eine Sahnewolke (Wulkje) entsteht.

Der Tee wird traditionell ohne Umrühren getrunken. Zuerst trinkt man die Sahne ab, dann trinkt man den herben Tee und am Ende bleibt die Süße des Kandis. Nach ostfriesischer Art trinkt man mindestens drei Tassen. Ganz nach dem Sprichwort „Dree is Oostfresen Recht“. – Erst zum Schluss kommt übrigens der Löffel zum Einsatz: Hat man genug getrunken, legt man ihn in die Tasse.

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