Andere Länder, andere Sitten?

Was die nachmittägliche „Teetied“ für die Ostfriesen, das ist der „Five o’Clock Tea“ für die Engländer. Diese schwören übrigens darauf, immer zuerst Milch in die Tasse zu geben – und dann den Tee.

Überall auf der Welt haben sich viele unterschiedliche Sitten und Gebräuche, mitunter sogar ganze Kulturen rund um den Tee entwickelt. Besonders faszinierend sind die Traditionen asiatischer Länder.

Auf dem Weg zur geistigen Reinheit:
Die japanische Teezeremonie
Die Japaner haben das Teetrinken geradezu zu einer Kunstform erhoben. Eine Teezeremonie hält man hier nicht ab, weil man durstig ist oder sich ein wenig Zeit vertreiben möchte, sondern um den Weg zu geistiger Reinheit und vollkommener Harmonie zu beschreiten. Das Teetrinken rückt zugunsten der Zeremonie, die „Teeweg“ genannt wird, in den Hintergrund. Die Wurzeln dieser Tradition liegen im Buddhismus: Der Teeweg wurde ursprünglich als Übungs- und Erkenntnisweg innerhalb des Zen begangen.

Aus dem Mutterland des Tees:
Die chinesischen Teezeremonien
Auch in China kommt dem Tee eine hohe rituelle Bedeutung zu. So gehört es etwa zum traditionellen Hochzeitsritual, dass die Braut ihren Schwiegereltern Tee kocht und diesen mit ihnen zusammen einnimmt. Die Teezeremonien des Landes – in allen Landesteilen gibt es hier verschiedene – sind nicht so stark verfeinert und strikt wie in Japan. Dafür sind sie stärker in der gesamten Bevölkerung verwurzelt. Eine der bekanntesten Zeremonien heißt „Gongfu Cha“. Der erste Teeaufguss wird dabei sofort in sogenannte Aromatassen abgegossen und nicht getrunken. Er heißt „Aufguss des guten Geruchs“. Danach füllt der Teemeister das Kännchen ein zweites Mal mit Wasser – für den „Aufguss des guten Geschmacks“. Beim Trinken hält man sich immer wieder die Aromatasse unter die Nase, um den feinen Teeduft zu genießen.

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