Wer war zuerst da – der Tee oder der Teebeutel?

Während der Tee eine viele tausend Jahre alte Geschichte hat, gibt es den Teebeutel erst seit etwas über 100 Jahren. Er wurde 1904 von dem US-amerikanischen Teeimporteur Thomas Sullivan per Zufall erfunden.

Um beim Versand seiner Teeproben Porto zu sparen, verschickte er seine Ware statt in Blechdosen in kleinen Seidenbeuteln. Die Kunden nutzten die Beutel dazu, den Tee in das Wasser einzutauchen – in dem Glauben, dass Thomas Sullivan es so vorgesehen hätte. Das war natürlich nicht der Fall gewesen, doch der Vorgang bedeutete nicht weniger als die Erfindung des Teebeutels. In Deutschland werden heute übrigens rund 60 Prozent des Tees im Aufgussbeutel verkauft.

Eine andere Frage beschäftigt die Teetrinker fast noch mehr: Ist Tee im Beutel genauso gut wie loser Tee? Die Antwort ist einfach: Die Qualität bleibt die gleiche. Der Unterschied besteht einzig und allein in der verwendeten Blattgröße. Das heißt im Teebeutel werden kleinblättrige Tees verwendet, deren Qualität (genau wie die der losen Tees) von Herkunft, Mischung und Auswahl abhängt. Ob Teetrinker losen Tee oder Teebeutel bevorzugen, ist deshalb eher eine Frage der Kultur – und nicht des Geschmacks.

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